Jod
Gewöhnlich beginnen sie schleichend. Wenn wir uns zu jodarm ernähren, vermehrt die Schilddrüse ihr Gewebe, sie wächst. Das ist ein Versuch, den knapp vorhandenen Stoff optimal zu nutzen. In dem so entstehenden Kropf können sich mit der Zeit Knoten bilden, jedoch bleibt die Funktion meist über lange Zeit normal. Erst wenn weitere Faktoren hinzutreten, kann es auch zu Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse kommen.
Wo Jod drin steckt:
Das meiste Jod reichert sich in Seefisch an. Schon mit knapp 100 Gramm Seefisch kann ein Erwachsener seinen täglichen Jodbedarf decken. Mit Fleisch, Getreide, Obst und Gemüse klappt das nicht so leicht: man müsste täglich 2 Kilo Rinderfilet, 5 Kilo Kartoffeln oder 10 Kilo Äpfel essen. Deswegen darf in Deutschland Kochsalz mit Jod angereichert werden. Die Zugabe ist klein genug, um Überdosierungen auszuschließen. Sie brauchen also keine Angst zu haben, durch Verzehr jodhaltige Nahrungsmittel eine Schilddrüsen-Überfunktion zu entwickeln.
Für bedenkliche Überangebote an Jod gibt es nur wenige Quellen: Röntgenkontrastmittel, jodhaltige Medikamente und bestimmte Algen. Allergisch kann man gegen Nahrungs-Jod nicht reagieren; die Moleküle sind zu klein, um die Bildung von Antikörpern anzuregen. Sprechen Sie uns bei Interesse bitte an.