Diabetes mellitus

Der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, die entweder auf einem Mangel an Insulin (sog. Typ1-Diabetes) oder einer unzureichenden Insulinwirkung (sog. Typ2-Diabetes, früher Alterszucker genannt) beruht. Die Symptome und Beschwerden sind vielfältig. In seiner Folge treten nach längerer Krankheitsdauer Folgeschäden an den Blutgefäßen fast aller Organe auf.

Eine individuelle Behandlung, die sich an Erkrankungstyp, Lebensalter und Lebensgewohnheiten orientiert, ist immer möglich. Von großer Bedeutung ist dabei, dass der Patient gut über seine Krankheit Bescheid weiß und mit seinem Arzt und den Diabetes-Assistentinnen ein Behandlungs-Team bildet.

Grundlagen der Behandlung bilden die Diabetes-Schulung, die Ernährungsberatung und, wenn nötig, Medikamente (Tabletten oder Insulin). Während der Behandlung werden Nüchtern-Blutzuckerwerte zwischen 90 und 110 mg% angestrebt, 2 Stunden nach dem Essen sollte der Zucker nicht viel höher als 140 mg% liegen.
Bei älteren Patienten und Schwangeren gelten andere Grenzwerte.

Viele Patienten messen heute ihre Blutzuckerwerte problemlos selbst. Ohne solche Selbstkontrollen wäre eine moderne Insulin-Behandlung gar nicht möglich; sinnvoll können die Kontrollen aber auch bei reiner Diät oder bei Tablettenbehandlung sein. Die modernen Messgeräte arbeiten sehr schnell (15-60 Sekunden) und benötigen nur einen winzigen Bluttropfen.

Eine fehlerfreie Benutzung der Geräte wird durch eine individuelle Schulung ermöglicht. “Gestixt” wird fast schmerzfrei an den Fingerseiten; eine Desinfektion ist nicht nötig, die Hände sollten aber sauber sein. Die Geräte sollten regelmäßig mit einer Referenzmethode (Blutzuckerbestimmung im Labor) abgeglichen werden.

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